In Grünland, der Heimat von Tabaluga, herrscht dicke Luft. Schneemann Arktos ist aus Eisland herbeigestapft, um seinem Kumpel die Leviten zu lesen. Der kleine grüne Drache, so schimpft er, sei mit seinem ständigen Feuerspeien schuld daran, dass Arktos förmlich der Schnee unter dem Allerwertesten wegschmelze und die Hitze immer unerträglicher werde. Tabaluga reagiert empört und beschuldigt Arktos und seine Leute, das Meer zuzumüllen. Bevor sich die beiden Burschen endgültig in die nicht vorhandenen Haare kriegen, landet jedoch plötzlich ein sanft surrendes elektrisch betriebenes Raumschiff vor ihren Füßen. Dem Gefährt, das direkt aus der Zukunft kommt, entsteigt ein anmutiges Glühwürmchen namens Lucy. Und diese Lucie bringt den beiden Streithähnen eine Botschaft mit, die es in sich hat. Weder die Eis- noch die Grünländer seien schuld an der katastrophalen Klimaentwicklung – sondern die Menschlinge. Staubtrocken und fast schon unbewohnbar sei der ehemals blaue Planet, aber mit vereinten Kräften und der geballten Power der erneuerbaren Energien könne man die Erde womöglich vor dem Untergang bewahren. Noch sei es nicht zu spät. Klar, dass Tabaluga und seine Freunde schnurstracks zu Lucy ins E-Mobil klettern und sich auf den Weg ins Abenteuer Weltrettung machen.
Logisch, Tabaluga selbst war schon immer grün. Aber noch nie war eine Geschichte rund um den alterslosen Drachenjungen politisch und gesellschaftlich so relevant und wichtig wie „Die Welt ist wunderbar“, das neue Album. Das Werk richtet sich in erster Linie an Kinder, ist aber auch für alle höheren Altersklassen bereichernde, feinste Nahrung für Seele und Verstand. „Wir drücken hier in kindgerechter Form aus, worum es in der Welt geht“, sagt Peter Maffay. „Es ist an der Zeit, dass man die Dinge klar benennt. Wenn man will, dass Tabaluga nicht nur eine Märchenfigur ist, sondern eine Figur, an der sich in märchenhafter Form Themen so erklären lassen, dass Kinder einen lebendigen Bezug zu ihnen entwickeln, dann kann man zwar weiter ein Märchen erzählen. Aber die Hintergründe sollten realer Natur sein.“ Ganz konkret ist die Idee für „Die Welt ist wunderbar“ gemeinsam mit Volkswagen, dem langjährigen engen Kooperationspartner von Peter Maffay und seiner Stiftung - die jährlich etwa 1500 Kindern eine Auszeit ermöglicht und aktuell zahlreichen Frauen und Kindern aus der Ukraine einen Platz zum Wohnen und Leben gibt - entwickelt worden. Maffay: „Wir wollen auf unterhaltsame Weise aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, die Welt nicht noch weiter erodieren zu lassen. Schließlich wird immer klarer, wohin die Klimaentwicklung steuert.“
Man sieht es dem drolligen Kerlchen nicht an, aber kommendes Jahr wird Tabaluga tatsächlich schon 40 Jahre alt. 1983 erfand Peter Maffay die kluge, wenngleich etwas stoffelige Figur zusammen mit Texter Gregor Rottschalk, Musiker RolfZukowski und Zeichner Helme Heine. Seither hat Tabaluga auf sechs Alben, mit zahlreichen Tourneen, einem Musical, einer Zeichentrickserie und einem Kinofilm immer wieder neue Generationen von Kindern und Eltern in Entzückung versetzt, aber auch zum Nachdenken gebracht. Er steht für Werte und für Wertschätzung. Es geht in den Geschichten und Liedern um Freundschaft, um Liebe,um Respekt und Zusammenhalt. Das ist seit dem Debüt „Tabaluga oder die Reise zur Vernunft“ unverändert so. Und das ist auch auf „Die Welt ist wunderbar“ nicht anders.