The Blood of Dawnwalker setzt Spieler mit seinem ungewöhnlichen 30-Tage-System gehörig unter Druck. Doch was passiert eigentlich, wenn Coen sein Ziel innerhalb dieser Frist nicht erreicht? Genau diese Frage beschäftigt viele Fans seit der Vorstellung des Rollenspiels. Die gute Nachricht: Ein klassisches Game Over soll euch offenbar nicht erwarten. Die schlechte Nachricht: Die Konsequenzen könnten deutlich härter ausfallen.

Kein klassisches Game Over nach 30 Tagen

Viele Spieler gingen zunächst davon aus, dass nach Ablauf der 30 Tage und 30 Nächte schlicht Schluss ist. Doch genau so soll das System in The Blood of Dawnwalker nicht funktionieren.

Wenn die Frist abläuft, endet das Abenteuer nicht automatisch. Stattdessen reagiert die Spielwelt auf das, was ihr in den vergangenen Tagen getan oder eben nicht getan habt. Eure Entscheidungen bestimmen damit, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.

Das macht das Zeitlimit deutlich interessanter als einen simplen Countdown bis zum Game Over.

Die Zeit läuft nicht permanent

Wichtig ist dabei, dass die 30 Tage nicht in Echtzeit herunterlaufen. Während ihr die Spielwelt erkundet, soll keine permanente Uhr im Hintergrund ticken.

Zeit vergeht vielmehr dann, wenn ihr bestimmte wichtige Aktionen ausführt. Dazu können Hauptquests, Nebenmissionen, Dialoge oder andere entscheidende Handlungen gehören.

Das Spiel soll euch dabei anzeigen, wie viel Zeit eine bestimmte Aktion kostet. Dadurch könnt ihr selbst entscheiden, ob sich eine Quest lohnt oder ob ihr eure verbleibenden Stunden lieber für ein anderes Ziel einsetzt.

Was passiert, wenn Coen seine Familie nicht rechtzeitig rettet?

Genau hier wird es spannend. Das zentrale Ziel von Coen besteht darin, seine Familie innerhalb der vorgegebenen Zeit zu retten. Schafft ihr das nicht, soll die Geschichte trotzdem weiterlaufen.

Allerdings müsst ihr anschließend mit den Konsequenzen leben. Bestimmte Charaktere könnten nicht mehr gerettet werden, andere Ereignisse könnten bereits eingetreten sein und einige Questlinien könnten dauerhaft verschwinden.

  • Coens Familie könnte nicht mehr gerettet werden.
  • Bestimmte Charaktere können sterben oder verschwinden.
  • Questlinien können dauerhaft verloren gehen.
  • Orte und Regionen können sich verändern.
  • Entscheidungen beeinflussen den weiteren Verlauf der Geschichte.
  • Andere Enden können dadurch möglich werden.

Auch Nichtstun hat Konsequenzen

Rebel Wolves verfolgt bei The Blood of Dawnwalker das Konzept einer sogenannten Narrative Sandbox. Dabei zählt nicht nur, welche Entscheidung ihr aktiv trefft.

Auch das Ignorieren einer Aufgabe kann Folgen haben.

Wer beispielsweise eine Quest immer wieder verschiebt, könnte später feststellen, dass die betreffende Figur nicht mehr verfügbar ist oder sich die Situation vollkommen verändert hat. Die Welt soll damit nicht einfach darauf warten, dass der Spieler irgendwann jede Aufgabe erledigt.

Ihr könnt nach Ablauf der Frist offenbar weiterspielen

Besonders interessant ist, dass das Spiel nach Ablauf der 30 Tage offenbar nicht automatisch beendet wird.

Selbst wenn Coen sein ursprüngliches Ziel nicht erreicht, soll die Geschichte weitergehen. Spieler können weitere Entscheidungen treffen und auf eines der möglichen Enden zusteuern.

Damit unterscheidet sich The Blood of Dawnwalker deutlich von klassischen Spielen mit Zeitlimit. Statt euch einfach einen Game-Over-Bildschirm zu präsentieren, scheint das Rollenspiel euer Scheitern direkt in die Geschichte einzubauen.

30 Tage werden zur wichtigsten Ressource im Spiel

Das Zeitlimit funktioniert dadurch weniger wie ein klassischer Countdown und vielmehr wie eine Ressource.

Jede größere Entscheidung kostet Zeit. Spieler müssen sich deshalb immer wieder fragen, welche Aufgabe wirklich wichtig ist.

  • Welche Person möchte ich retten?
  • Welche Quest bringt mich meinem eigentlichen Ziel näher?
  • Welche Informationen könnten später entscheidend werden?
  • Welche Konsequenzen bin ich bereit zu akzeptieren?

Genau dadurch soll es nahezu unmöglich sein, sämtliche Inhalte in einem einzigen Durchlauf zu erleben.

Jeder Spieldurchlauf könnte vollkommen anders aussehen

Das System dürfte gleichzeitig für einen hohen Wiederspielwert sorgen. Zwei Spieler könnten dieselbe Welt betreten und nach 30 Tagen vollkommen unterschiedliche Geschichten erlebt haben.

Während ein Spieler versucht, Coens Familie möglichst schnell zu retten, könnte ein anderer zahlreiche Nebenquests verfolgen, neue Verbündete gewinnen oder Geheimnisse entdecken.

Doch jede zusätzliche Aktivität kostet wertvolle Zeit.

Dadurch könnte sich ein zweiter oder dritter Durchlauf deutlich vom ersten unterscheiden.

Das Zeitlimit könnte zur größten Stärke von The Blood of Dawnwalker werden

Was zunächst nach einem möglicherweise stressigen Zeitlimit klingt, entwickelt sich damit immer mehr zu einem der spannendsten Features von The Blood of Dawnwalker.

Spieler müssen nicht hektisch durch die Welt rennen und permanent auf eine herunterlaufende Uhr schauen. Stattdessen besitzt nahezu jede wichtige Entscheidung einen Preis.

Und genau das könnte für einige der interessantesten Momente des gesamten Rollenspiels sorgen.

Besonders spannend ist dabei, dass Scheitern offenbar nicht automatisch bedeutet, einen älteren Spielstand laden zu müssen. Die Geschichte geht weiter – nur möglicherweise vollkommen anders, als ihr ursprünglich geplant habt.

Die entscheidende Frage dürfte deshalb am Ende nicht nur lauten, ob ihr Coens Familie retten könnt, sondern welchen Preis ihr bereit seid, dafür zu bezahlen.