Nach langer Wartezeit gibt es erstmals offizielles Bewegtbildmaterial zu „The Batman: Part II“. Regisseur Matt Reeves veröffentlichte einen kurzen Kameratest, der Robert Pattinson erneut als düsteren Beschützer von Gotham City zeigt. Das Video liefert zwar noch keine konkreten Einblicke in die Handlung, vermittelt aber bereits einen deutlichen Eindruck von der visuellen Ausrichtung der Fortsetzung.
Gleichzeitig bringt die Veröffentlichung eine weniger erfreuliche Nachricht mit sich: Der Kinostart wurde erneut verschoben. Statt am 1. Oktober 2027 soll „The Batman: Part II“ nun am 18. Februar 2028 in die Kinos kommen. Damit liegen fast sechs Jahre zwischen dem ersten Film und seiner direkten Fortsetzung.
Batman kehrt in einer verschneiten Umgebung zurück
Der Kameratest setzt erneut auf eine bewusst reduzierte Inszenierung. Robert Pattinson steht im vollständigen Batsuit in einer dunklen, verschneiten Umgebung, während die Kamera langsam Details der neuen Ausstattung sichtbar macht.
Die winterliche Kulisse verstärkt die kalte und bedrückende Atmosphäre, die bereits den ersten Film von Matt Reeves geprägt hatte. Statt des regennassen Gothams aus „The Batman“ scheint die Fortsetzung zumindest teilweise auf verschneite Straßen und eisige Schauplätze zu setzen.
Ob sich daraus Rückschlüsse auf die Handlung oder einen möglichen Gegenspieler ziehen lassen, bleibt offen. Seit ersten Bildern aus der Vorbereitung wird unter Fans unter anderem über einen Auftritt von Mister Freeze spekuliert. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang allerdings nicht.
Neuer Batsuit mit auffälligen Veränderungen
Im Mittelpunkt des Videos steht der überarbeitete Anzug von Robert Pattinson. Die Grundidee des Designs bleibt erhalten: Der Batsuit wirkt weiterhin funktional, schwer und vergleichsweise realistisch. Dennoch sind mehrere Veränderungen erkennbar.
Besonders auffällig ist die veränderte Silhouette der Maske. Die Ohren erscheinen länger und spitzer als im ersten Film. Dadurch nähert sich das Design stärker einigen klassischen Comicdarstellungen der Figur an, ohne den bodenständigen Stil von Matt Reeves vollständig aufzugeben.
Auch die Oberfläche des Anzugs scheint überarbeitet worden zu sein. Die Rüstung wirkt strukturierter und an mehreren Stellen stärker miteinander verbunden. Ob Batman im Film tatsächlich einen vollständig neuen Anzug trägt oder der Kameratest lediglich eine weiterentwickelte Produktionsversion zeigt, wurde nicht erläutert.
Das Brustsymbol bleibt ein wichtiger Bestandteil des Designs. Bereits im ersten Film war das Emblem eng in die Rüstung integriert und wirkte eher wie ein funktionales Werkzeug als eine rein dekorative Kennzeichnung.
Die Fortsetzung startet erst im Februar 2028
Ursprünglich war „The Batman: Part II“ für Oktober 2025 vorgesehen. Nach mehreren Verschiebungen sollte der Film zuletzt am 1. Oktober 2027 erscheinen. Nun wurde der Termin erneut geändert.
Der neue US-Kinostart ist für den 18. Februar 2028 geplant. Ein gesonderter deutscher Termin wurde noch nicht offiziell genannt. Bei einer großen Warner-Bros.-Produktion ist jedoch wahrscheinlich, dass der deutsche Kinostart zeitnah zum internationalen Veröffentlichungstermin erfolgen wird.
Die erneute Verschiebung dürfte für Fans enttäuschend sein. Sie verschafft Matt Reeves und seinem Team allerdings zusätzliche Zeit für Dreharbeiten, Postproduktion und visuelle Effekte.
Warner Bros. hat bislang keine ausführliche Begründung für den neuen Termin veröffentlicht.
Fast sechs Jahre Abstand zum ersten Film
„The Batman“ startete im März 2022 und entwickelte sich zu einem großen Erfolg für Warner Bros. und DC. Der Film erzählte eine eigenständige Geschichte außerhalb des regulären DC Universe und zeigte einen vergleichsweise jungen Bruce Wayne im zweiten Jahr seiner Tätigkeit als Batman.
Durch die neue Verschiebung erscheint die Fortsetzung beinahe sechs Jahre nach dem ersten Teil. Für eine direkte Fortsetzung einer erfolgreichen Comicverfilmung ist das ein ungewöhnlich langer Zeitraum.
Das von Matt Reeves entwickelte Universum wurde zwischenzeitlich durch die HBO-Serie „The Penguin“ erweitert. Die Serie konzentrierte sich auf Colin Farrells Oz Cobb und zeigte die Machtverschiebungen in Gotham nach den Ereignissen des ersten Films.
„The Penguin“ soll als erzählerische Brücke zwischen „The Batman“ und „The Batman: Part II“ dienen. Wie eng die Handlung der Serie mit dem kommenden Kinofilm verbunden sein wird, ist noch nicht vollständig bekannt.
Robert Pattinson bleibt der dunkle Ritter
Robert Pattinson übernimmt erneut die Rolle von Bruce Wayne und Batman. Seine Darstellung unterschied sich deutlich von früheren Kino-Versionen der Figur.
Während Bruce Wayne in vielen Verfilmungen als charismatischer Milliardär und öffentlicher Playboy auftritt, zeigte Pattinson einen zurückgezogenen und emotional schwer belasteten Charakter. Sein Bruce definierte sich fast vollständig über seine nächtliche Arbeit als Batman.
Matt Reeves hatte bereits angedeutet, dass die Fortsetzung stärker auf Bruce Wayne als Person eingehen soll. Der Film könnte daher untersuchen, wie der Milliardär seine öffentliche Identität nutzt und welche Verantwortung er außerhalb des Batsuits für Gotham übernehmen muss.
Diese Entwicklung wurde bereits am Ende des ersten Films vorbereitet. Bruce erkannte dort, dass Angst allein nicht ausreicht und Batman für die Menschen von Gotham auch ein Symbol der Hoffnung werden muss.
Bekannte Figuren kehren zurück
Neben Robert Pattinson sollen mehrere bekannte Darsteller wieder Teil der Fortsetzung sein. Jeffrey Wright kehrt voraussichtlich als James Gordon zurück, während Andy Serkis erneut Bruce Waynes Vertrauten Alfred Pennyworth verkörpert.
Auch Colin Farrell soll wieder als Oz Cobb beziehungsweise der Penguin zu sehen sein. Nach den Ereignissen seiner eigenen Serie dürfte die Figur in Gotham deutlich mehr Macht besitzen als noch im ersten Film.
Barry Keoghan wurde im ersten Teil in einer kurzen Szene als ein im Arkham State Hospital inhaftierter Joker angedeutet. Ob die Figur in der Fortsetzung eine größere Rolle erhält, wurde noch nicht offiziell bestätigt.
Zum erweiterten Ensemble werden außerdem Scarlett Johansson, Sebastian Stan, Charles Dance, Sebastian Koch und Brian Tyree Henry gezählt. Welche Rollen sie übernehmen, ist teilweise noch Gegenstand von Spekulationen.
Welcher Gegner erwartet Batman?
Matt Reeves hält die Handlung weiterhin weitgehend geheim. Bekannt ist lediglich, dass die Geschichte erneut die Korruption, gesellschaftliche Spaltung und verborgenen Machtstrukturen von Gotham untersuchen soll.
Der Regisseur hatte in der Vergangenheit betont, dass auch fantastische Comicfiguren in seinem Universum eine glaubwürdige und psychologisch nachvollziehbare Umsetzung erhalten müssten.
Die winterliche Gestaltung führte zu Spekulationen über Mister Freeze. Der Wissenschaftler Victor Fries gehört zu Batmans bekanntesten Gegnern und benötigt aufgrund eines tragischen Unfalls dauerhaft extrem niedrige Temperaturen.
Schnee allein ist jedoch kein Beleg für seinen Auftritt. Ebenso könnten die winterlichen Bilder lediglich die kalte Stimmung des Films unterstreichen oder eine bestimmte Jahreszeit innerhalb der Handlung kennzeichnen.
Auch der Court of Owls, Two-Face, Hush und Victor Zsasz wurden wiederholt als mögliche Gegenspieler genannt. Keine dieser Figuren wurde bislang offiziell als zentraler Antagonist bestätigt.
Matt Reeves setzt erneut auf Atmosphäre
Der neue Kameratest erinnert bewusst an die frühe Enthüllung von Robert Pattinsons Batsuit für den ersten Film. Bereits damals präsentierte Reeves die Figur nicht über ein klassisches Pressefoto, sondern über ein kurzes, stark stilisiertes Video.
Diese Form der Veröffentlichung passt zur visuellen Identität der Filmreihe. Statt möglichst viele Details zu zeigen, konzentriert sich das Material auf Licht, Schatten, Texturen und Musik.
Der Kameratest ist daher weniger als klassischer Trailer zu verstehen. Er soll vor allem bestätigen, dass Robert Pattinson zurückkehrt, und die Aufmerksamkeit auf das Design des neuen Anzugs lenken.
Konkrete Szenen aus dem Film oder Dialoge sind nicht enthalten. Ein vollständiger Trailer dürfte erst deutlich später folgen.
Fachliche Einordnung
Der Kameratest ist trotz seiner kurzen Laufzeit eine bedeutende Veröffentlichung. Er liefert das erste offizielle Bewegtbildmaterial aus der neuen Produktionsphase und bestätigt sichtbar Robert Pattinsons Rückkehr.
Besonders interessant ist die vorsichtige Weiterentwicklung des Batsuits. Matt Reeves bricht nicht mit dem etablierten Design, sondern verfeinert dessen Silhouette. Die längeren Ohren geben Batman eine stärker comicartige Erscheinung, während Material und Aufbau weiterhin glaubwürdig und funktional wirken.
Die erneute Verschiebung bleibt dennoch problematisch. Ein Abstand von beinahe sechs Jahren erschwert es, die Dynamik einer erfolgreichen Filmreihe aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig hat „The Penguin“ gezeigt, dass das Universum auch außerhalb der Hauptfilme weiterentwickelt werden kann.
Entscheidend wird sein, ob Matt Reeves die zusätzliche Zeit nutzt, um eine ähnlich konsequente Kriminalgeschichte wie beim ersten Film zu erzählen. Der Kameratest deutet zumindest darauf hin, dass die Fortsetzung ihrer düsteren, atmosphärischen Identität treu bleibt.
„The Batman: Part II“ soll am 18. Februar 2028 in den US-Kinos starten. Der deutsche Veröffentlichungstermin steht noch aus.
Link: https://vimeo.com/1210181433