KI soll künftig stärker dabei helfen, neue Computerchips zu entwickeln. Cadence hat dafür am 26. Oktober 2026 das Modellportfolio Maestro vorgestellt. Die spezialisierten Modelle sollen Ingenieure über KI-Agenten bei Entwurf und Analyse unterstützen.

Chipdesign auch im eigenen Rechenzentrum

Maestro verbindet spezialisierte Modelle mit Cadence-Werkzeugen für die Chip- und Systementwicklung. Dabei fließen unter anderem Nvidias Nemotron-Modelle ein. Die Zusammenarbeit umfasst außerdem die Sicherheitstechnologie OpenShell.

Unternehmen sollen die Umgebung in der Cloud oder im eigenen Rechenzentrum betreiben und Modelle an eigene Entwicklungsdaten anpassen können. Gerade bei vertraulichen Chipentwürfen ist die Kontrolle über die Infrastruktur ein wichtiger Punkt.

Erster Zugang bleibt begrenzt

Cadence nennt für erste Entwicklungsabläufe bis zu 30 Prozent bessere Ergebnisqualität und eine bis zu fünffache Token-Effizienz gegenüber einem allgemeinen Basismodell. Das sind Herstellerangaben und keine pauschalen Leistungsversprechen für jeden Chipentwurf. Eine höhere Token-Effizienz bedeutet insbesondere nicht automatisch, dass fertige Chips entsprechend schneller oder sparsamer werden.

Die ersten Maestro-Modelle sind für ausgewählte Early-Access-Kunden im vierten Quartal 2026 vorgesehen. Einen allgemeinen Starttermin, konkrete Europreise oder gesonderte Zugangsbedingungen für Deutschland nennt die Ankündigung nicht.